Ausflüge & Reisen

Mit Kindern im Wohnmobil durch Frankreich reisen: Teil 2

210802_Frankreich_22

Nachdem wir drei wunderschöne Tage im Norden Frankreichs, am Lac de Madine verbrachten, entschlossen wir uns schweren Herzens weiter zu ziehen, um noch weitere schöne Orte in Frankreich zu entdecken. Es zog uns in die Normandie mit ihrer malerischen Alabasterküste und in die Bretagne.

210802_Frankreich_19

So fuhren wir vom Landesinneren an kilometerlangen Sonnenblumenfeldern vorbei, weiter in Richtung Norden in die Normandie.

Mit Hilfe der beiden von uns vorab herunter geladenen Apps Stellplatz-Radar und Camper Contact suchten wir uns einen Wohnmobilstellplatz direkt vor einem Campingplatz in dem Küstenort Veules les Roses aus. Als wir am späten Nachmittag ankamen, hatten wir großes Glück, denn es waren noch einige Stellplätze frei und wir konnten schnell und unkompliziert einchecken. Auch dieser Stellplatz stellte sich später als wahrer Glücksgriff heraus, denn wir konnten die sauberen Sanitärenanlagen, den Spielplatz und sogar das Schwimmbad des Campingplatzes kostenlos mit nutzen. Wer möchte, kann an dem abwechslungsreichen Animationsprogramm, so wie man es ursprünglich aus Hotels kennt, teilnehmen.

Nachdem wir also eingecheckt hatten, ging es für uns in Richtung Küste wo wir die Gedenkstätte Cerons des zweiten Weltkrieges entdeckten. Die Kinder hörten gespannt zu, wie der Papa ihnen erklärte, was dieses auf sich hat und was damals direkt an dieser Stelle geschah.

210802_Frankreich_20

Ich muss zugeben, dass es ein komisches Gefühl war genau an der Stelle zu stehen, wo sich vom 6. bis 12. Juni 1940 die Schlacht von Veules ereignete.

210802_Frankreich_21

Die Stimmung besserte sich jedoch bereits nach wenigen Schritten und dem Ausblick auf die Steilklippen und das Meer der atemberaubenden Alabasterküste.

210802_Frankreich_22

Die Kinder waren spätestens dann nicht mehr zu halten und liefen sofort in Richtung Meer.

210802_Frankreich_24

Auf dem Weg mussten wir immer wieder stehen bleiben, um den fantastischen Ausblick förmlich einzusaugen und Bilder zu machen. Eine Landschaft in dieser Form haben wir vorab noch nie gesehen.

210802_Frankreich_25 210802_Frankreich_27 210802_Frankreich_28 210802_Frankreich_29

Nachdem wir uns alles ganz genau angeschaut und gefühlt unzählige Male „Wow!“ gesagt hatten, wollten die Kinder weiter am Wasser entlang spazieren.

210802_Frankreich_30

210802_Frankreich_32

210802_Frankreich_31

210802_Frankreich_34

Wir schauten uns noch ein wenig um und entdeckten den kürzesten Fluss Frankreichs, den Veules, der genau hier in den Ärmelkanal mündet. Seine Länge beträgt gerade einmal 1149 Meter.

210802_Frankreich_35

Die Quelle des Veules kann man sich im Ort anschauen und bei einer Wanderung an ihm durch den Ort bis zu Mündung entlang gehen.

210802_Frankreich_36

Durch das Geocachen gelangten wir außerdem zu der Grotte des bekannten Schriftstellers Victor Hugo, der damals in der Grotte lebte, arbeitete und das Meer beobachtete, wenn er bei seinem besten Freund Paul Meurice in Veules les Roses zu Besuch war.

210802_Frankreich_37

Danach ging es für uns noch einmal zurück zum Strand. Wir blieben bis spät abends am Meer und fielen abends völlig erschöpft von den vielen Eindrücken in unsere Betten.

210802_Frankreich_33

Veules les Roses ist ein ganz wunderbarer und einzigartiger Ort. Wir haben uns an diesem Ort in die Normandie und in die malerische Steilküste verliebt und werden sicher irgendwann noch einmal zurück kommen um uns den Ort ganz genau anzuschauen.

Von Veules-les-Roses reisten wir weiter an der Alabasterküste entlang und kamen bereits nach kurzer Zeit in dem wunderschönen Badeort Veulettes-Sur-Mer an. Leider wurde uns nur wenige Minuten vorher der letzte Wohnmobilstellplatz weggeschnappt, so dass wir uns schweren Herzen entschieden weiter zu ziehen und nicht in Veulettes-Sur-Mer zu bleiben. Veulettes-Sur-Mer ist einfach nur traumhaft schön und ein auf Touristen ausgelegter Badeort mit einer langen Strandpromenade und Geschäften zum Flanieren – untermalt mit einer wunderschönen Landschaft. Sobald wir wieder in der Normandie sind, werden wir erneut versuchen hier einen Stellplatz zu ergattern.

Nach einem Einkaufsstopp im Supermarkt entschieden wir uns für eine etwas längere Fahrt an diesem Tag. Wir fuhren an Le Havre vorbei und zum ersten Mal über die gigantische Schrägseilbrücke Pont de Normandie. Insgeheim habe ich gehofft, dass auf der Brücke kein Stau entsteht, da die Auffahrt der Brücke ausgesprochen steil ist und wir mit dem Alkoven den Wind sehr zu spüren bekamen, dazu die Höhe der Brücke – ein etwas komisches Gefühl. Dafür wird man oben angekommen mit einer wunderbaren Aussicht auf die Seine belohnt. In jedem Fall ist die Überquerung der Pont de Normandie, die 7 Euro kostet ein Erlebnis.

210802_Frankreich_97

Gegen Nachmittag erreichten wir schließlich Saint-Pair-Sur-Mer. Auf dem ruhig gelegenen Stellplatz, der sich direkt neben einer Artistenschule befindet fühlten wir uns direkt wohl. Ein älterer Franzose versuchte uns bei Ankunft mit Händen und Füßen zu erklären, dass man auf dem Stellplatz kein Fernsehempfang hat und wir uns dies überlegen sollten. Wir bedankten uns für den Hinweis. Für uns war dies nicht relevant, denn im Urlaub versuchen wir so gut es geht auf Fernsehen und Medien zu verzichten.

Nachdem wir also eingeparkt und uns etwas von der langen Fahrt gesammelt hatten, ging es zur Entdeckungstour in den malerischen Ort.

210802_Frankreich_46

Wie immer zog es uns zuerst in Richtung Meer. Von Saint-Pair-Sur-Mer hat man einen fantastischen Blick an der Küste entlang bis zu dem Luftkurort Granville.

210802_Frankreich_38

Leider hatten wir kein Badewetter, die Kinder freuten sich dennoch über das Meer und ließen Steine flitschen.

210802_Frankreich_41

Natürlich sammelten wir auch wunderschöne Steine zur Erinnerung.

210802_Frankreich_42

Weiter zog es uns an der Promenade entlang.

210802_Frankreich_44

An der gesamten Strandpromenade entlang gibt es immer wieder kleinere Spielplätze und Spielmöglichkeiten für Kinder sowie ausreichend Bänke für Erwachsene. Hier können sich die Kinder so richtig austoben und Eltern bei einem Blick auf die Küste und das Meer Ruhe finden.

210802_Frankreich_45

Saint-Pair-Sur-Mer ist ein ganz wunderbarer Ort mit vielen Ecken, die entdeckt werden wollen.

210802_Frankreich_39

Nachdem es uns bei unserem Spaziergang bis in den Ort gezogen hatte, gingen wir später noch einmal und mit Regenjacken ausgerüstet zurück zum Meer, denn wir wollten uns noch etwas ganz besonderes ansehen. Etwas was wir vorab in dieser Form noch nie gesehen haben.

210802_Frankreich_48

Wenn sich in Saint-Pair-Sur-Mer bei Ebbe das Wasser zurück zieht, zeigt sich am Strand etwas total geniales – ein Schwimmbad mitten im Meer.

210802_Frankreich_50

Das Schwimmbad wird dann von Rettungsschwimmern bewacht und ist für Touristen und Einheimische kostenlos nutzbar. Ich finde die Idee einfach toll, denn so kann auch bei Ebbe gebadet werden.

210802_Frankreich_51

Wir liefen einmal um das Schwimmbecken herum, schauten es uns von Nahem an und kamen nicht mehr aus dem Staunen heraus. Hast du so etwas schon einmal gesehen?

Schließlich legten wir uns mit Blick auf das riesige Zirkuszelt einer bekannten französischen Artistenschule schlafen.

210802_Frankreich_111

Nach einer wunderbaren ruhigen Nacht entschieden wir uns noch einen weiteren Tag in Saint-Pair-Sur-Mer zu bleiben. Der Wohnmobilstellplatz lag direkt neben einem großen Spielplatz und einem Boule Feld. An beidem hatten die Kinder viel Freude und nutzten es ausgiebig. Zudem schlenderten wir am nächsten Tag noch einmal ganz gemütlich durch den Ort und die Geschäfte, am Meer entlang und aßen köstliches französisches Gebäck.

Abonniere doch gerne auf der Startseite den Newsletter und folge mir in den Social Media Kanälen, um nicht den nächsten Teil unserer Reise sowie alle Neuigkeiten zu verpassen.

Den ersten Teil unserer Reise im Wohnmobil durch Frankreich kannst du gern noch einmal nachlesen.

5 Kommentare zu “Mit Kindern im Wohnmobil durch Frankreich reisen: Teil 2

  1. Pingback: Mit Kindern im Wohnmobil durch Frankreich reisen: Teil 1 › nordhessenmami.de

  2. Pingback: Mit Kindern im Wohnmobil durch Frankreich reisen: Teil 3 › nordhessenmami.de

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert