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Aufgeklärte Kinder brauchen aufgeklärte Erwachsene ein Buchtipp von Madita Oeming

Buchtipp

Aufgeklärt statt aufgeregt. Was Eltern heute brauchen, um ihre Kinder durch die digitale Pubertät zu begleiten. Ein wertvoller Ratgeber von Madita Oeming für Eltern, der ganz frisch im Rowohlt Verlag erschienen ist.

Über 80 % der 12-Jährigen haben heute ein eigenes Smartphone und sind damit allein im Internet unterwegs, wo ihnen früher oder später sexuelle Inhalte begegnen: ob gewollt beim neugierigen Stöbern nach Pornos, bei ersten verliebten Sexting-Versuchen oder aber ungewollt im Klassenchat und beim Online-Zocken mit Fremden. Dieses Buch liefert Eltern und Bezugspersonen konkreten Rat, wie sie Kinder und Jugendliche im Umgang mit sexuellen Medien souverän begleiten können.

In diesem Buch geht es um Sexting, Cybergrooming und Pronos im Klassenchat. Themen, mit denen unsere Eltern sich damals schlichtweg nicht auseinander setzten mussten, da es noch keine Smartphones, Handys mit Kameras und Smartwatches gab. Ich behaupte mal, unsere Kindheit war diesbezüglich unbeschwert(er). Die Aufklärung fand über die Dr. Sommer Seiten in der Bravo statt und die ersten nackten gab es im Film „Eis am Stiel“ zu sehen. Die Kindheit unserer Kinder hat sich diesbezüglich sehr verändert. Kinder benutzen viel zu früh Apps wie Instagram, Snapchat, TikTok und Whatsapp. Was die meisten Eltern nicht wissen oder oftmals einfach nicht berücksichtigen möchten, all diese Apps sind laut den Nutzungsbedingungen erst ab 13 Jahre erlaubt. Für die vollumfängliche, datenschutzkonforme Nutzung ohne Zustimmung der Eltern ist jedoch in der EU oft ein Alter von 16 Jahren relevant, weshalb eine Begleitung durch Erziehungsberechtigte empfohlen wird.

Kaum etwas wird durch Digitalität so grundlegend verändert wie Kindheit. Eltern brauchen dringend Orientierung. Die finden sie hier.

Zitat von Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani

Umso wichtiger ist es, dass wir Eltern von heute genau hinsehen, denn nunmal sind wir die erste Generation, die sich mit diesen Punkten auseinander setzen müssen. Ein naives: Mein Kind macht das nicht, reicht nicht aus. Denn jedes Kind kann jederzeit solche Inhalte auf dem eigenen Smartphone erhalten. Oder Opfer solcher Inhalte werden, denn wie schnell können Bilder oder Videos in der Sportkabine, im Schwimmbad oder schlichtweg in der Freizeit entstehen. Hinzukommt noch ChatGPT, mit dessen Hilfe aus einem vermeintlich harmlosen Bild (d)eines Kindes sich mit nur wenigen Klicks in ein pornografisches Bild verwandeln lässt. By the way, auch aus diesem Grund sollten Kinderbilder niemals ins Netz gestellt werden oder ungeschlüsselt an dritte weitergeschickt werden. Welchen Gefahren unsere Kinder noch im Netz ausgesetzt sind, habe ich in diesem Beitrag zusammen gefasst.

Umso wichtiger ist es, dass wir Eltern in diesen Themengebieten aufgeklärt und immer auf dem neusten Stand sind. Wir müssen es uns zur Aufgabe machen, genau hinzuschauen und unsere Kinder diesbezüglich ebenfalls aufklären.

Wissen statt Scham!

Neben einer wissenschaftlich fundierten und rechtlichen Einordnung liefert die Sexual- und Medienpädagogin Madita Oeming konkrete Tipps für einen souveränen, gelassenen und aufgeklärten Umgang mit dem digitalen Alltag und der sexuellen Entwicklung von Kindern. Das Buch verschiebt die Perspektive und widmet sich der “Erwachsenen-Kompetenz”. Oeming zeigt auf, was Eltern selbst lernen müssen, um die eigenen Ängste zu überwinden und eine offene, vorurteilsfreie Kommunikation mit ihren Kindern zu etablieren.

Eltern erhalten außerdem konkrete Antworten auf drängende Fragen: Wie initiiere ich ein offenes Gespräch über Pornos? Wie stärke ich mein Kind gegenüber Cybergrooming und Deepfakes? Wie ermutige ich es zu einem sensiblen Umgang mit Daten und der Wahrung eigener sowie fremder Grenzen?

Ein Buch, dass allen Eltern an die Hand gegeben werden muss, um ihre Kinder sicher und aufgeklärt durch diese Lebensphase begleiten zu können.

Autorin: Madita Oeming
Verlag: Rowolth
Seiten: 238
ISBN: 978-3-499-01662-2
Preis: 18,00 Euro

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