Während ich diese Wörter tippe, sehne ich mich nach letzter Woche zurück. Bei fast schon sommerlichen Temperaturen ließen wir uns mit Blick auf den Mont Blanc durch die kleinen französischen Gassen treiben. Kosteten den wohl leckersten Kuchen überhaupt und genossen das hier und jetzt in vollen Zügen. Nun Blicke ich aus dem Fenster und sehe graue Regenwolken. Über meinen Beinen liegt eine Wolldecke. Der Alltag aus Arbeit, Schule und unzähligen bevorstehenden Klassenarbeiten hat uns wieder fest im Griff. Krasser könnte der Gegensatz nicht sein. Ich glaub, ich habe Fernweh. Daher nehme ich dich nun noch einmal zurück in unseren verrückten April mit. Bist du bereit?
Wie viele Länderbesuche passen eigentlich in einen Monat? Der April war ziemlich verrückt und intensiv, denn wir waren in DREI und genau genommen sogar in VIER verschiedenen Ländern. Wir haben unglaublich tolle und auch mysteriöse Orte besucht. Wir waren im flachen Land Hollands, auf dem höchsten Berg Frankreichs – dem Mont Blanc und in einem echten Gletscher und zum allerersten Mal in Tschechien. Land vier: Ein kleiner Zwischenstopp in der Schweiz.
Hier kommt ein kleiner Rückblick in unseren April.
Direkt am ersten April ging es für uns im Wohnmobil für eine Woche nach Holland.
Unser erster Halt war das Outletcenter in Roermond. Bei frühlingshaften Wetter ließen wir uns durch die gigantische Shopping-Stadt treiben. Besonders verrückt: In einem Store haben wir liebe Freunde aus dem Nachbarort getroffen. Ganz ohne Absprache oder dem Wissen, dass der andere hier ist. Irre, oder? Warst du schon einmal in Roermond?
Am nächsten Tag ging es direkt weiter nach Fort Sint Pieter. Von dort aus kann man die Unterwelt von Maastricht erkunden. Wir waren alle sehr gespannt.
Vor Ort mussten wir allerdings feststellen, dass alle Touren auf Deutsch für den Tag bereits ausgebucht waren. Eines der Kinder hatte dann die geniale Idee: „Machen wir´s halt auf Englisch. Wir werden das schon ein bisschen verstehen.“ Am Ende wars tatsächlich die beste Entscheidung, denn tatsächlich konnte man den Guide dank seiner klaren und langsamen Aussprache sehr gut verstehen. Sogar die Kids. Und der inklusive Ansporn nach diesem Abenteuer: Ab jetzt wird noch intensiver Englisch gelernt.
Über unseren Besuch in der Unterwelt von Maastricht habe ich bereits hier berichtet. Dort findest du noch weitere Einblicke in unser Abenteuer, dass wir nicht mehr vergessen werden.
Im Anschluss haben wir uns noch auf den Weg zur Kiekoet Ausblickplattform gemacht.
Von hier hat man einen tollen Blick in das gigantische UHU-Tal.
Natürlich haben wir auch Maastricht zu Fuß erkundet.
Für die nächsten Tage ging es zu einem internationalen Turnier nach Geleen, an dem das jüngere Kind teilnahm.
Den Abschluss unseres Hollandtrips krönte ein spontaner Trip mit lieben Freunden auf einem tollen, kleinen Wohnmobilstellplatz auf einem Reiterhof. Von dort aus waren es nur wenige Gehminuten in den Freizeitpark Slagharen. Hier waren wir vor ein paar Jahren bereits schon einmal und wussten, dass die Kinder sehr viel Freude haben werden.
Das Wetter wurde von Tag zu Tag schöner, so dass wir abends grillten und bis zum Sonnenuntergang draußen sitzen konnten. Die Vorfreude auf den Sommer ist groß.
Falls du mal nach Holland reisen solltest, plane einen Zwischenstopp in Slagharen ein. Absolute Empfehlung für Familien!
Kaum zu Hause angekommen wurden die Sachen gewaschen und erneut in die Koffer gelegt, denn es ging direkt weiter nach Tschechien. Ich war zum ersten Mal in diesem Land und freute mich tierisch auf die neuen Abenteuer und Entdeckungen, die uns bevorstanden.
Zunächst aber kam große Freude beim Anblick der Tankpreise auf. 😀
Chomutov, die Stadt in der wir waren, ist eine wundervolle kleine aber leider auch arme Stadt. Die Menschen dort sind sehr, sehr freundlich und hilfsbereit. Direkt beim Check-in im Hotel wurde unsere Reisetasche vom Chef persönlich in das Hotelzimmer getragen. Zudem hat er sich mehrmals bei uns versichert, ob alles in Ordnung sei. So ein Erlebnis hatte ich zuvor noch nie. Auch beim anschließenden Abendessen im hoteleigenen Restaurant wurden wir und auch die anderen Gäste wie etwas ganz besonderes behandelt. Dieses Erlebnis kann ich gar nicht in Worte fassen.
Ansonsten haben wir sehr viel Zeit in der Eishalle verbracht, da auch hier das jüngere Kind an einem internationalen Turnier teilnahm.
Ansonsten kann ich sagen, dass es in Tschechien sehr leckeres Essen gibt. Ich persönlich habe eine Vorliebe für Tatranky entwickelt und im Supermarkt alle aufgekauft. Tatranky ist eine hauchzarte Waffel die mit Milch und Schokolade geschichtet ist. Soooo unglaublich lecker!
Natürlich mussten auch in Tschechien die Burger getestet werden. Dieser hier war eine 10/10.
Wer mich kennt weiß, dass ich ein kleines Faible für lost Places habe. Hier gibt es oft Geocaches zu finden. Zudem stelle ich mir gerne vor, wie es hier vorher ausgesehen haben könnte oder wie man das Gebäude restaurieren könnte. Diese Villa hat jedenfalls Potenzial wieder zum Leben erweckt zu werden, oder?
Wir haben nur tolle Erfahrungen in Tschechien gemacht und ich kann mir gut vorstellen, mal mit dem Wohnmobil durch dieses Land zu reisen. Hast du vielleicht schon einmal Erfahrungen in diese Richtung gemacht? Erzähl mir gern mal davon.
Wieder zu Hause angekommen, habe ich mich auf meine Lesung am Welttag des Buches vorbereitet.
Am Abend nach der Lesung packten wir erneut das Auto und fuhren pünktlich zum Sonnenaufgang am nächsten Morgen los. Unser Ziel: Frankreich.
Dieses Abenteuer zählt mittlerweile seit fünf Jahren zu einem besonderen Highlight für uns. Es ist das letzte Turnier der Saison für die Kids und für uns Erwachsene in etwa so etwas wie eine Klassenfahrt. Umgeben von einer gigantischen Kulisse – den französischen Alpen.
Sobald man am Genfersee angekommen ist, dauert es nicht mehr lange. Hier liegen Evian les Bains und Thonon les Bains. Beides wunderschöne Touristenorte, direkt am Genfersee. Evian kennst du durch das bekannte Wasser aus dem Supermarkt.
Unser Zielort ist jedoch Morzine. Zum fünften Mal waren wir nun hier und immer wieder fühlt es sich ein bisschen mehr wie „nach Hause“ kommen an.
Dieses Mal spielten beide Kids zusammen und holten mit ihrem Team einen super guten zweiten Platz.
Dirket im Anschluss ging es für uns von Morzine in das benachbarte Chamonix Mont Blanc.
Eine Woche lang wachten wir jeden Morgen mit einem beeindruckenden Blick auf den Mont Blanc auf.
Hier, wo im Jahr 1924 die olympischen Spiele ausgetragen wurden durfte das große Kind für eine deutsche Auswahlmannschaft spielen und sich gegen Teams aus der ganzen Welt messen. Aufregend für alle!
Da das große Kind in dieser Woche im Teamhotel wohnte und wir ihn nur sahen, wenn er auf dem Eis stand, hatten wir drei anderen eine intensive Zeit zusammen. Wir probierten die französischen Köstlichkeiten und schauten uns Chamonix genauestens an.
Mit der Gondel fuhren wir auf einen Teilabschnitt des Mont Blanc.
Und mit der Zahnradbahn zu einem Gletscher. Beides unvergessliche Erlebnisse.
Ich könnte noch viele, viele weitere Bilder von unseren Eindrücken und Ausflügen zeigen, jedoch würde das hier vermutlich den Rahmen sprengen. Dieser April war unglaublich und ich denke, kein anderer Monat wird dies toppen können. Muss es auch gar nicht, denn jeder erlebte Augenblick war so intensiv und wird noch lange in uns bewahrt sein.
Ich wünsche dir einen schönen Mai.
PS: Am ersten Mai kann man überall in Frankreich kleine Maiglöckchensträußen kaufen und schenkt diese Freunden und der Familie. Dies ist ein Zeichen der Zuneigung und ein Glücksbringer. Dieser Brauch ist eine tief verwurzelte Tradition. Wusstest du das?