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Herbstferien mit Kindern: Das haben wir uns für die Ferien vorgenommen

Morgen ist es endlich so weit: Herbstferien! Zwei ganze Wochen, in denen morgens niemand einen Wecker stellen muss, keine Hausaufgaben und wir theoretisch einfach mal in den Tag hineinleben könnten. Theoretisch. Denn so ganz entspannt werden die Herbstferien bei uns dann doch nicht. Die Kids haben Spiele, Termine und ihren ganz eigenen Ferienplan im Kopf. Aber wir haben uns vorgenommen, trotzdem ein bisschen Feriengefühl zwischen all den Verpflichtungen unterzubringen. Und deshalb gibt es ein paar Dinge, auf die ich mich gerade ganz besonders freue.

Endlich mal wieder alle zusammen ins Kino

Zum Beispiel, Kino! Alle gemeinsam. Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht erinnern, wann wir das zuletzt gemacht haben. Also wirklich alle vier, mit Popcorn, Getränk und diesem leicht klebrigen Kinoboden unter den Füßen. Jetzt müssen wir uns nur noch auf einen Film einigen. Und das ist gar nicht so einfach. Aktuell stehen nämlich gleich mehrere Filme zur Auswahl: Spiderman, Masupilami oder der neue Minionsfilm. Und ich weiß schon, welchen ich nehmen würde. Masupilami! Vielleicht auch einfach aus nostalgischen Gründen. Kennst du noch den Zeichentrickfilm mit diesem gelb-braunen, ziemlich verrückten Tier, dessen genaue Bezeichnung irgendwie bis heute keiner so richtig kennt? Es ist eben ein Masupilami. Ich habe sofort wieder die Titelmelodie im Kopf. Die Kids sind bei meiner Begeisterung allerdings noch nicht ganz angekommen. Mal sehen, welcher Film am Ende das Rennen macht. Hast du schon einen der drei Filme gesehen und hast eine Empfehlung?

Außerdem steht ein Besuch in der Therme auf unserem Ferienplan. Ich finde, Herbstferien und Therme gehören sowieso zusammen. Draußen wird es langsam ungemütlich, drinnen warm, und man kann für ein paar Stunden so tun, als hätte man überhaupt keine Termine. Fühlt sich an wie ein Mini-Urlaub. Dann möchte ich unbedingt noch ins Hörbuchmuseum. Das kannte ich bisher tatsächlich noch gar nicht und bin deshalb ziemlich gespannt darauf. Und natürlich wird es eine Shoppingtour geben. Nicht, weil wir unbedingt Lust auf shoppen haben. Sondern weil die Kids dringend neue warme und vor allem wasserdichte Jacken brauchen. Die kühleren Tage werden kommen. Und wahrscheinlich schneller, als uns lieb ist. Bei Kindern ist das ja ohnehin so eine Sache mit Jacken. Im Frühjahr passt die vom letzten Herbst plötzlich nicht mehr. Im Herbst passt sie noch weniger. Und irgendwo dazwischen frage ich mich jedes Jahr aufs Neue, wie diese Menschen eigentlich schon wieder so viele Zentimeter wachsen konnten.

Ich hätte gern mal wieder einen Ausflug aus meinem Buch

Was ich mir für die Herbstferien aber ganz besonders wünsche, ist ein richtig schöner Familienausflug. So einer, wie aus meinem Buch. Einen aus meinem Buch! So einer, wie wir ihn früher ständig gemacht haben als die Kids noch kleiner waren, unser Hobby noch nicht so viel Zeit gefressen hat und wir gefühlt jedes Wochenende irgendwo hingefahren sind. Wald, Wildpark, Museum, See, irgendein kleiner Ort, den wir vorher noch nie gesehen hatten. Einfach los. Nur heute bitte ohne Bollerwagen. Und ohne Picknickdecke sowie Proviant für eine vierköpfige Expedition ins Himalaya. Mensch, was haben wir damals alles mitgeschleppt! Wechselklamotten, noch mehr Wechselklamotten, Snacks, Obst, Kekse, Feuchttücher, Trinkflaschen, Spielzeug, Decken,… irgendetwas gegen Mücken, etwas gegen Sonne. Heute reicht eine Flasche Wasser für uns alle und jeder kümmert sich im besten Fall selbst darum, dass er Schuhe, Jacke und halbwegs passende Kleidung dabei hat.

Was bin ich froh darüber. Und gleichzeitig werde ich manchmal ganz sentimental. Denn so sehr ich die größeren Kinder mag, ihre Gespräche, ihren Humor, ihre Selbstständigkeit und die Tatsache, dass man inzwischen tatsächlich gemeinsam irgendwo hingehen kann, ohne alle fünf Minuten jemanden auf die Toilette tragen zu müssen, einer Hunger hat oder sich gestritten wird, manchmal würde ich die Zeit trotzdem gern kurz zurückdrehen. Nur für einen Nachmittag. Noch einmal Babyduft schnuppern. Noch einmal dieses warme, kleine Gewicht auf dem Arm haben. Noch einmal einen Herbsttag mit einem Kleinkind erleben, an dem der größte Programmpunkt darin besteht, Kastanien zu sammeln und anschließend festzustellen, dass man davon ungefähr 437 Stück mit nach Hause genommen hat. Aber gut. Die Zeiten kommen nicht zurück. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich sie manchmal so gern in Gedanken besuche.

Kürbismuffins statt basteln

Basteln steht bei uns übrigens schon lange nicht mehr auf dem Programm. Die Kids sind aus dem Alter irgendwie raus. Oder besser gesagt: Sie sind in dem Alter, in dem ich nach zehn Minuten basteln feststelle, dass ich deutlich mehr Spaß daran habe als sie. Du kennst das sicherlich, oder? Falls dir oder euch trotzdem nach einer kleinen herbstlichen Bastelsession ist, dann schau dir doch mal diese coolen Fliegenpilze an die wir vor einigen Jahren aus alten Tennisbällen gebastelt haben. Weitere herbstliche Bastelideen für Kinder findest du übrigens hier.

Kochen und Backen hingegen geht bei den Kids immer. Und so freue ich mich immer häufiger darüber, auch wenn die Küche anschließend wie ein Schlachtfeld aussieht, dass ich mich einfach an den gedeckten Tisch setzen kann und mit einem leckeren Gericht überrascht werde. Neulich haben wir in einer Zeitschrift ein Kürbis-Muffin-Rezept entdeckt, dass wir in den Ferien unbedingt ausprobieren möchten. Ich stelle mir das schon ganz gemütlich vor: Musik an, Kürbis auf dem Schneidebrett, einer nascht heimlich den Teig und am Ende stehen da hoffentlich kleine goldene Muffins auf dem Tisch. Und falls sie nichts werden oder nicht so gut schmecken, wie sie aussehen? Dann nennen wir es einfach ein Familienexperiment. Diese warmen Birnentörtchen schmecken übrigens auch einfach himmlisch und gehen unglaublich schnell.

Und apropo Kürbis. Einen Kürbis werden wir sicherlich auch wieder aushöhlen und vor die Haustür stellen. Ich suche gleich mal das Kürbis-Schnitzset im Keller raus.

Zwei Wochen Ferien.
Kein perfekter Plan.

Wenn ich mir unsere Ferien also so anschaue, ist das eigentlich gar kein besonders spektakulärer Plan. Ganz viel Eishockey, Kino , Therme, Hörbuchmuseum, Jacken kaufen, ein Familienausflug und Kürbismuffins backen. Und dazwischen hoffentlich ganz viel Zeit, in der wir einfach mal nichts müssen. Denn vielleicht ist genau das inzwischen unser schönster Luxus: nicht mehr jeden freien Tag komplett verplanen zu müssen. Mal schauen, was am Ende tatsächlich aus unseren Plänen wird. Vielleicht landen wir im Kino bei einem ganz anderen Film. Vielleicht regnet es beim Familienausflug so sehr, dass wir nach einer Stunde wieder zu Hause sitzen. Vielleicht werden die Kürbismuffins grandios. Vielleicht schmecken sie aber auch nach nassem Herbstschuh. Und vielleicht sind genau das dann die Geschichten, an die wir uns später erinnern.

Ich freu mich jedenfalls drauf. Auf zwei Wochen Herbst. Auf unsere vierköpfige Familie. Und auf ein bisschen Ferienchaos.

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