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Drei Städte, unzählige Kilometer und ein Wochenende voller Überraschungen

Manchmal gibt es diese Wochenenden, an denen man am Montagmorgen das Gefühl hat, eigentlich dringend noch ein Wochenende zu brauchen. Genau so eines hatten wir gerade.

Drei Städte in drei Tagen, unzählige Kilometer auf der Autobahn, eine Überraschungsparty, ein Eishockeyturnier, ein Geburtstag, ein Testspiel und zwischendrin ein ziemlich ungewöhnliches Hotel. Aber der Reihe nach …

Am Freitag ging es direkt nach Arbeit und Schule los. Ein Kind haben wir zunächst an der Eishalle abgesetzt, denn er machte sich mit seiner Mannschaft auf den Weg nach Erfurt zu einem Turnier übers Wochenende.

Für uns ging es anschließend weiter nach Frankfurt. Dort wartete eine ganz besondere Überraschungsparty auf uns: Die Tochter unserer lieben Freunde wird ab der kommenden Woche für ein Jahr nach Kanada gehen. Und bevor es für sie auf die große Reise geht, sollte sie noch einmal von all ihren Lieblingsmenschen überrascht werden.

Und was soll ich sagen? Es war eine großartige Party!

Ihr Blick, als plötzlich alle vor ihr standen: Ihre Freundinnen, Teamkameraden, Trainer, Schulkameraden, die Familie und einfach all die Menschen, die sie gern hat – war wirklich unbezahlbar. Dieser eine Moment, in dem sie realisiert hat, wer da alles zusammengekommen war. So eine Überraschung vergisst man wahrscheinlich nicht so schnell.

Da wir am nächsten Morgen direkt weiter nach Erfurt fahren wollten, um unser Kind auf dem Eis anzufeuern, habe ich spontan noch ein Hotelzimmer in der Nähe der Location gebucht. Das Hotel lag wirklich praktisch und war preislich absolut okay. Für ein paar Stunden Schlaf nach der Party schien es also perfekt.

Dachten wir.

Nachdem wir eingecheckt hatten, mussten wir allerdings feststellen, dass mit diesem Hotel irgendetwas anders war, im Vergleich zu anderen Hotels. Natürlich erzählten wir auf der Party davon und sorgten damit offenbar für beste Unterhaltung. Einige der Anwesenden fingen herzlich an zu lachen und klärten uns darüber auf, dass das Gebäude früher einmal ein Bordell gewesen sei. Tja, diese Information sorgte natürlich den restlichen Abend für jede Menge Gesprächsstoff und herrliches Gelächter. Aber ich kann alle beruhigen: Das Zimmer oder besser gesagt, das Apartment war sehr, sehr sauber und außerdem erstaunlich ruhig. Nach dieser langen Partynacht haben wir tatsächlich wunderbar geschlafen. Und so konnten wir am nächsten Morgen einigermaßen ausgeschlafen Richtung Erfurt starten.

Den Samstag verbrachten wir also in Erfurt. Natürlich standen zunächst die Spiele des Eishockeyturniers auf dem Programm und wir feuerten unser Kind ordentlich an. Außerdem gab es noch etwas zu feiern: Ein Familienmitglied hatte Geburtstag!

Zum Abendessen durfte sich das Geburtstagskind natürlich etwas wünschen. Und die Wahl fiel zur Freude der ganzen Familie, auf Döner. Manchmal braucht es eben kein schickes Geburtstagsmenü. Ein guter Döner tut es auch.

Auch am Sonntagmorgen blieb uns der lange Schlaf verwehrt, denn das andere Kind hatte ein Testspiel in Herne. Nach dem Frühstück hieß es also wieder: Sachen packen und los. Vorher mussten natürlich noch die ganz normalen Dinge erledigt werden, die in einem Familienhaushalt eben so anfallen: Schulranzen packen, Küche aufräumen, noch schnell Wäsche aufhängen und all die kleinen Aufgaben, die man eigentlich immer dann erledigt, wenn man gerade überhaupt keine Zeit dafür hat. Und dann ging es ab in den Ruhrpott.

Am Abend waren wir dann tatsächlich fast zeitgleich wieder vereint. Und das war irgendwie der schönste Moment des ganzen Wochenendes. Endlich saßen wieder alle zusammen auf dem Sofa. Jeder hatte seine ganz eigenen Erlebnisse gesammelt und natürlich mussten alle gleichzeitig erzählen. Eishockeyturnier hier, Testspiel da, Geburtstag, Party, Kanada, Hotelgeschichte… alle redeten wild durcheinander.

Ganz schön spannend, was in so einer Familie innerhalb von nur drei Tagen alles passieren kann! Und trotzdem muss ich gestehen: Nach drei Städten in drei Tagen und unzähligen Kilometern auf der Autobahn hätte ich jetzt eigentlich gern noch einmal Wochenende. Denn so schön und ereignisreich das alles war, ein bisschen Sofa, Schlaf und ganz viel Nichtstun wären jetzt auch nicht schlecht.

Aber genau solche Wochenenden bleiben wahrscheinlich am längsten im Gedächtnis. Chaotisch, vollgepackt, ein bisschen verrückt und vor allem voller schöner Begegnungen und gemeinsamer Momente.

Und wie war dein Wochenende?
Erzähl es mir gern in den Kommentaren. Ich bin gespannt, was bei euch so los war!

Weitere WiBs gibt es übrigens bei Alu von Grosseköpfe.

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