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Mein erster gescheiterter Verkauf auf einem Baby- und Kindersachenbasar

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Heute möchte ich mir etwas Zeit nehmen, um dir von meinem ersten gescheiterten Verkauf auf einem Baby- und Kindersachenbasar zu berichten. Denn ich wurde das erste mal in meinem Leben bestohlen und bin sehr traurig darüber.

 

Unser kleiner Sohn ist mittlerweile schon drei Monate alt. In den vergangenen Wochen ist er unheimlich gewachsen und somit passen ihm auch leider schon einige seiner schönen Kleidungsstücke nicht mehr.

Nachdem ich schließlich die zu kleinen Kleidungsstücke in eine Kiste packte, stellte ich mir die Fragen: Was nun und wohin damit? Schweren Herzens entschloss ich mich nach langem Überlegen dafür, meine Umstandskleidung sowie die Kleidungsstücke, aus denen der kleine Mann bereits heraus gewachsen ist, auf einem Baby- und Kindersachenbasar zu verkaufen.

An vielen Kleidungsstücken, die meine beiden Jungs in den ersten Lebenswochen trugen, hänge ich besonders. Man verbindet unheimlich viele Erinnerungen mit diesen Kleidungsstücken – der erste Strampler, die Kleidung, in der die beiden nach Hause kamen und der erste Schlafanzug. Diese Sachen habe ich in eine Erinnerungsbox getan, denn von diesen kann und möchte ich mich nicht trennen. Aber genauso wie ich an den Kindersachen hänge, so habe ich auch einen besonderen Bezug zu meiner Umstandskleidung.

Mein absolutes Lieblings Shirt – Ich trage dein Herz mit mir <3

Aber so sehr mir diese Sachen auch am Herzen liegen, habe ich auch nichts davon, sie im Kleiderschrank zu lagern. Sie nehmen mir schließlich nur Platz weg, bekommen ggf. Stockflecken und vermutlich würde ich sie in ein paar Jahren entsorgen.

Aus diesem Grund habe ich mich nun entschlossen die Sachen zu verkaufen, um jemanden damit glücklich zu machen und von dem Verkaufserlös wieder neue Kleidung und Spielzeug für meine beiden Jungs zu kaufen.

Die ersten Kleidungsstücke

Da ich selbst sehr gerne auf Baby- und Kinderbasaren kaufe, habe ich mich für den Verkauf meiner Artikel auch zu einem Basar im Nachbarort angemeldet. Es handelte sich hierbei um einen vorsortierten Basar, das heißt man meldet sich vorab telefonisch oder per E-Mail zu dem Basar an und bekommt eine Verkäufernummer sowie eine Verkaufsliste und Etiketten zu gemailt. Diese druckt man anschließend aus, schreibt die Kleidergröße sowie den gewünschten Preis auf das Etikett und befestigt diese mit einem Geschenkband oder einer Kordel an dem Artikel. Insgesamt habe ich drei Abende damit verbracht, meine Etiketten zu beschriften, zu lochen und an den Artikeln zu befestigen – das war eine ganz schöne Arbeit.

Mühselige Arbeit, das Beschriften der Etiketten.

Am Ende hatte ich einen Wäschekorb mit knapp 70 Kleidungsstücken, darunter wie gesagt Kinder- und Umstandskleidung. Den Korb gab ich schließlich am Vorabend beim Organisationsteam des Basares ab. Bis hierhin war auch noch alles in Ordnung.

Was ist ein vorsortierter Basar?
Das Organisationsteam sortiert die abgegeben Verkaufsartikel nach Größen beziehungsweise Artikeln und legt diese auf Tischen aus. Der Verkauf findet dann praktisch wie in einem Supermarkt statt. Man nimmt sich die gewünschten Artikel von den Tischen und bezahlt diese anschließend an der Kasse.
Die vom Verkäufer befestigten Etiketten werden an den Kassen entfernt, dann wird zum Schluss die Verkaufssumme ermittelt. Von der Verkaufssumme gibt der Verkäufer 15 Prozent für einen guten Zweck (hier zum Beispiel für den städtischen Kindergarten) ab.
Der Verkäufer muss sich also nicht um den reinen Verkauf kümmern. Er verlangt einen bestimmten Preis für seine Ware und es kann daher nicht gehandelt werden.

Die große Enttäuschung kam, als ich den Korb einen Abend später wieder abholte. Auf den ersten Blick hatte ich kaum etwas verkauft und nachdem ich den Umschlag mit meiner Verkaufssumme erhielt, wurde mir dies auch bestätigt. Insgesamt hatte ich gerade einmal 6 Teile verkauft und abzüglich der Verkaufsprovision 27,50 Euro eingenommen. Der große Schreck kam jedoch, als ich meine Sachen kontrollierte, denn meine KOMPLETTE Umstandskleidung fehlte. Richtig, sie wurde nicht verkauft, sondern wurde entweder von dem Organisationsteam wieder falsch in die Wäschekörbe einsortiert oder jemand hat sie sich einfach eingesteckt. Ich persönlich gehe von letzterem aus, da die Umstandskleidung noch während des Basars in der von mir gepackten Tüte gesehen wurde. Wie sich nämlich im Nachhinein rausstellte, hat das Organisationsteam versäumt die Kleidungsstücke aus der von mir gepackten Tüte zu holen. Somit war es keine große Schwierigkeit die Tüte zu entwenden 🙁

Nachdem ich den Verlust vor Ort noch feststelle, wandte ich mich sofort an das Organisationsteam, wurde jedoch mit den Worten „Es tut uns sehr leid, aber mit so einem Verkauf geht man auch ein gewisses Risiko ein“ abgefertigt. Nun ja, auf der einen Seite geht man schon ein gewisses Risiko ein, dass ein zwei Teile anschließend fehlen, aber gleich die komplette Umstandsmode? Das ist schon sehr, sehr merkwürdig, oder?
Mir war zum Weinen zu Mute, denn wie bereits erwähnt, stecken in den Kleidungsstücken viele Erinnerungen und ich habe vorab lange überlegt, ob ich sie wirklich zum Verkauf anbieten soll. Und zu guter Letzt, wissen alle Mamis wie teuer Umstandskleidung ist.

Noch am selben Abend habe ich an die Veranstalterin eine E-Mail geschrieben, das war am 10.10.2015, am 14.10.2015 habe ich mich noch einmal telefonisch nach dem Verbleib meiner Umstandskleidung erkundigt. Bis heute habe ich noch keine Rückmeldung bekommen. Ich bin wirklich traurig, dass mein erster Verkauf scheiterte und werde vermutlich nie wieder etwas auf einem vorsortierten Basar verkaufen.

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